Natürliche Baby-& Familienprodukte
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Hoppediz

Das HOPPEDIZ® Baby-Tragetuch wurde von einer Mutter entwickelt und noch heute vertrieben. Das schreibt sie selbst zur Entstehung "ihres" Tragetuches:
"Herzlich Willkommen,
ich freue mich, dass Sie uns gefunden haben, um Alles rund ums Tragetuch zu erfahren. Warum gerade ich mich seit gut vier Jahren intensiv mit dem Tragen beschäftige und jetzt sogar Tücher vertreibe liegt an unserem Sohn Jan. Und so fing alles an:
In meiner Schwangerschaft habe ich mir so meine Gedanken gemacht, wie es denn wohl sein würde, wenn mein Baby endlich da ist und was ich noch so alles brauche. Ich habe viele Tipps und Dinge von Freundinnen, Eltern, Schwiegereltern und, und und...bekommen. Vieles davon war ganz schön nützlich. Kurze Zeit später habe ich dann eine Frau mit Ihrem Baby im Tragetuch beim Einkaufen gesehen und sofort gewusst, dass ich auch so ein Tuch haben und mein Baby darin tragen möchte. Aber keiner im Bekannten- und Freundeskreis hatte ein Tragetuch. Jetzt fing das Debakel richtig an. Woher bekomme ich so ein Tuch? Wie bindet man es richtig? Wie teuer ist es ?
Nach langem Suchen, Informieren, Vergleichen und einem Schock wegen der Preise war ich es leid. Auf der einen Seite wollte ich kein kleines Vermögen für ein Tragetuch ausgeben, von dem ich nicht wusste, ob und wie intensiv ich es nutzen würde. Auf der anderen Seite wollte ich aber auch nicht darauf verzichten. Da ich mich selten mit etwas abfinden kann, musste also was geschehen. Ich habe lange Zeit in der Textilbranche gearbeitet und kenne daher natürlich auch gute Lieferanten, die gewebte Baumwolle verarbeiten. Den Besten von ihnen habe ich angesprochen. Ich habe ihm erklärt, dass ich ein langes Baumwolltuch haben möchte, das durch seine spezielle Webart diagonal dehnbar sein muss, aber nicht "ausleiert" und das Kind, das es trägt, richtig stützt. Nach einigen Wochen kam dann das erste Muster, das aber viel zu starr und zu wenig dehnbar war.
Das zweite Tragetuch war zwar schon wesentlich besser, aber lange nicht gut genug. Noch einmal habe ich einige "Eigenschaften" bemängelt und hatte die Hoffnung, dass das dritte Tragetuch endlich o.k. ist und noch vor der Geburt von Jan bei mir eintrifft. Leider war dem nicht so. Jan kam zur Welt und ich hatte zwar viel vorbereitet und geplant, aber das ultimative Tragetuch war noch nicht da.
Weil Jan ein "Tragling" war, sich nur auf dem Arm so richtig wohlgefühlt hat und ansonsten geschrieen hat, habe ich ihn die ersten beiden Wochen sehr viel getragen - ohne Tragetuch! Ich hatte das Gefühl, dass meine Arme immer länger werden und ich nichts mehr auf die Reihe bekomme. Dann kam endlich das lang ersehnte Paket und ich war damals mit dem Tuch zufrieden. Ab mit dem Tuch in die Waschmaschine, dann in den Trockner und rein mit dem Kind ins Tuch.
Aber wie? Jetzt hatte ich zwar ein super Tragetuch, aber keine brauchbare Anleitung. Einigermaßen gute Anleitungen bekam man damals nur zusammen mit dem Kauf eines teueren Tragetuchs. Leider kannte ich auch keine Tragetuchmutter, die mir das Binden hätte erklären können. Einige Tage nach Eintreffen des Tuches ist mir ein Programmheft der AWO in die Hände gefallen und dort wurde ein "Tragetuch-Kurs" angeboten, der am darauffolgenden Wochenende stattfinden sollte. Zu meinem großen Glück war auch noch ein Platz frei. Der Kurs wurde von einer erfahrenen Tragetuchmutter gegeben, die ihre 3 Kinder auch im Tuch getragen hat. Nach ihren Erklärungen und Übungen mit dem Tragetuch fluppte es auf einmal.
Binden und Tragen kann so einfach sein, wenn es richtig erklärt wird!
Seit diesem Tag habe ich Jan viel im Tragetuch getragen. Er hat sich super wohl darin gefühlt, meine Nerven erholten sich auch schnell und ich konnte endlich mal wieder die Wohnung ein bisschen intensiver aufräumen und auf Vordermann bringen - obwohl ich sonst nicht so der Putzteufel bin. Auch mein Mann Ingo hatte nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten richtig Gefallen am Tragen und Kuscheln mit Jan im Tuch. Manchmal hilft halt doch die Holzhammermethode ;o).
Jetzt hatte ich mein Tragetuch, wusste, wie ich es binden musste und war glücklich. Da unser "Krabbelkurs" ganz oben unter dem Dach der Familienbildungsstätte stattfand, kam auch für diesen kurzen Weg das Tragetuch zum Einsatz. Zumal unser Jan sich durchs Stillen in kürzester Zeit zum Wonneproppen mit einigen Kilos entwickelt hatte. Im „Krabbelkurs“ haben die befreundeten Mütter gesehen, wie schön und einfach es ist, sein Kind im Tuch zu tragen und wollten auch ein Tuch haben. Da das "Urtuch" ein Geschenk meines Lieferanten zur Geburt war, wusste ich gar nicht, wie teuer es war und musste erst einmal nachfragen. Als der Preis dann kam, bin ich fast hintenüber gefallen, weil er so günstig war. Die nächsten 10 Tücher bestellte ich dann für die „Krabbelgruppe“ und einige Freunde. Als dann weitere Nachfragen kamen, habe ich erst einmal ein Gewerbe angemeldet und mich bis heute immer intensiver in die Materie "Tragetuch" eingearbeitet. Inzwischen gebe ich selbst Tragetuchkurse und lerne immer noch dazu von Müttern, die mehr getragen haben als ich. ...
Jetzt sind wir schon seit vier Jahren im Tragetuchgeschäft und finden jeden Tag spannend ;o).
Mein Mann Ingo und ich haben in der Zwischenzeit Weiterbildungen zum Thema Tragen besucht. Das Beste, das wir dabei kennen gelernt haben, ist die Trageschule®-Dresden. Obwohl wir schon viel über das Tragen gelesen, selbst erfahren und gehört haben, hat uns der Besuch in Dresden noch mal einen richtigen „Kick“ gegeben. Die Fortbildungen waren sehr informativ und praktisch und wurden mit „Herzblut“ organisiert und durchgeführt. Ingo ist sogar der erste ausgebildete Trageberater in Deutschland!
Auf den vielen Hebammentagungen, Still- und Frühchen-Kongressen, die wir in den letzten Jahren besuchten, haben wir viel dazu gelernt, viele nette Leute getroffen und Kontakte knüpfen können.
Inzwischen ist schon die ganze Familie involviert und wir haben gute Geister die uns im Büro unterstützen und Partner, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Dank positiver Mund-zu-Mund-Propaganda wird unsere Fangemeinde täglich größer. Die Idee, ein gutes Tuch zu einem guten Preis anzubieten, hat mittlerweile eine Eigendynamik entwickelt, mit der wir so nicht gerechnet haben.
Da ich die kreative Chaotin bin, kümmere ich mich um die Kollektion, die Tragetuchkurse und das Telefon (hier ist wieder das Vorurteil bestätigt, dass Frauen kommunikativer sind als Männer). Ingo, der gradliniger ist und auch strukturierter arbeiten kann, kümmert sich um die Messen/Veranstaltungen und das Kaufmännische. Jan, den wir zu vielen Messen und Tagungen mitnehmen, bewacht, wenn wir mal kurz weg sind, unseren Stand und will jedem, der sich nähert, ein Tragetuch verkaufen (eben ein richtiges Tragekind).
Auch die Produktion wird ständig verbessert. Die Weber haben sich auf die verbesserte Qualität/Webart und Verarbeitung eingestellt und werden stetig von uns kontrolliert. Das spiegelt das positive Ergebnis von ÖKO-Test Ausgabe 02/2004 wieder. Hier haben wir das Testurteil "GUT" (Material: "SEHR GUT") erhalten.
An dieser Stelle ein Dank an Alle, die zum Erfolg von HOPPEDIZ® beigetragen haben!
Annette & Ingo Schröder"

Tragetücher und die Geschichte des Tragens gibt es schon sehr lange und wurde auch von uns nicht neu erfunden, aber …. Tragetücher waren meist sehr teuer und haben deshalb viele Familien vom Tragen abgehalten.

Unsere Idee und unser Ziel ist es, ein qualitativ hochwertiges Tragetuch zu einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten und mit unseren ausführlichen und leicht verständlichen Trageanleitungen ausserdem das Vorurteil „Tragen ist zu kompliziert“ entkräften.

So wollen wir möglichst vielen „grossen“ und „kleinen“ Menschen das Tragen im Tragetuch näher bringen und über die vielen Vorteile für Eltern und Kinder informieren.

Soziale Verantwortung

HOPPEDIZ® Baby-Tragetücher unterstützt Menschen auf dem Weg zurück in ein geregeltes Arbeitsleben. Die Verpackung, der Versand und die Lagerhaltung unserer Produkte wird von Bewohnern des Übergangswohnheims der Kaiserswerther Diakonie abgewickelt. Die Kaiserswerther Diakonie stellt sich als Teil der Gesellschaft den Herausforderungen und Problemen des gesellschaftlichen Wandels.
Sie bietet mehreren Bewohnern mit ihrer Arbeit für die Firma HOPPEDIZ® einen Arbeitserprobungsplatz an. Dieser schafft die Möglichkeit, im Rahmen der beruflichen Rehabilitation, die eigene Grundarbeitsfähigkeit zu trainieren und zu stabilisieren. Dabei geht es um Ausdauer, Konzentration, Planung und Organisation der eigenen Arbeit, Tragen von Verantwortung, verbindlicher Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten.
HOPPEDIZ® leistet dabei einen Beitrag für eine sehr wichtige und sinnvolle Trainingsmöglichkeit im Rahmen der beruflichen Rehabilitation und der damit verbundenen psychischen Stabilisierung von Menschen, die gerade in unserer schnelllebigen Zeit eine Chance auf Eigenständigkeit verdienen.

Die Grundsätze bei der Herstellung der HOPPEDIZ® Baby-Tragetücher sind:

- Fair handeln (mit Produzenten und Kunden)

- Umweltbewusst & sozialverträglich produzieren

- Traditionelle Handarbeit fördern

Nachfolgend werden einige Produktionsschritte erklärt und mit Fotos versehen, damit man sich ein Bild über den Qualitätsstandard der HOPPEDIZ® Baby-Tragetücher machen kann- von der Weberei bis hin zum Endprodukt.

Die Weberei und der Anbau von Baumwolle sind in Indien fast so alt, wie die gesamte Kultur Indiens. Von Indien aus trat die Baumwolle ihren Siegeszug an und ist bis heu-te fester Bestandteil der indischen Kultur. Indien ist eines der Länder, in denen auch jetzt noch auf hohem Niveau traditionell auf grossen Handwebstühlen gewebt wird. Die grossen Webstühle sind der ganze Stolz der Grossfamilien, die für indische Verhältnisse überdurchschnittlich gut von Ihrer Arbeit leben können.

Der größte Teil der Baumwolle für unsere HOPPEDIZ® Baby-Tragetücher stammt aus konventionellem Anbau. Aus ökologischen Gründen und wegen des Kundeninteresses bieten wir Teile unseres Sortimentes jetzt auch in kbA (kontrolliert biologischer Anbau) Baumwolle an.

Die moderne Färberei, mit der wir zusammenarbeiten, setzt nur hochwertige, unbedenkliche und schwermetallfreie Farbstoffe ein (nicht umsonst haben unsere Tragetücher im ÖKO-Test Jahrbuch Kleinkinder 2005 mit "SEHR GUT" abgeschnitten).

Unsere Färberei verfügt über technisch ausgereifte Abwasserrecycling-Anlagen, die den neuesten Umweltgesetzen unterliegen.

Nach der Garnfärbung, die eine hohe Farbintensität gewährleistet, werden die Garne in die Webereien gebracht, um dort mit viel Erfahrung verwebt zu werden. Die "Endlos"-Tragetücher werden nach dem Weben in einen Weiterverarbeitungsbetrieb gebracht, wo sie von Qualitätsprüferinnen gründlich kontrolliert werden. Danach wird das HOPPEDIZ® Babytragetuch auf die gewünschte Länge (mit Zugabe für den Einlaufwert) zugeschnitten.Die Stoffbahnen werden in der Schneiderei gesäumt und mit Etiketten versehen. Dann sind sie ein "fertiges" HOPPEDIZ® Baby-Tragetuch.

Wir freuen uns, dass ein so hochwertiges Produkt wie die HOPPEDIZ® Baby-Tragetücher in reiner Handarbeit hergestellt wird. Unsere indischen Partner kennen wir seit vielen Jahren und wissen, dass wir uns 100%ig auf sie verlassen können. Mittlerweile weben 8 Grossfamilien für HOPPEDIZ®. Wir sind stolz auf die jahrelange und faire Zusammenarbeit mit unseren indischen Partnern.

Würden wir diese ökologischen und sozialen Standards ausser Acht lassen, könnten wir wesentlich günstiger produzieren: Aber das ist nicht unser Ziel und schon gar nicht unsere Philosophie.


Seit Mai 2005 hat unser Partner die ISO 9001 Zertifizierung.

Das ist eine internationale Norm, die nur an Betriebe mit einem entsprechenden Qualitätsmanagementsystem vergeben wird und jährlich nachgewiesen werden muss. Er beschäftigt auch einige Behinderte, was in Indien sehr ungewöhnlich ist. Daher unterstützen wir dieses Engagement ganz besonders.

Unsere HOPPEDIZ® Baby-Tragetücher werden nach dem Weben nicht gekrumpft (vorgeschrumpft). Dieser Produktionsschritt ist überflüssig und teuer und würde durch die entstehende Waschlauge die Umwelt unnötig belasten. Daher sind die HOPPEDIZ® Baby-Tragetücher vor dem ersten Waschen etwas länger und haben erst nach dem Waschen die eigentliche Länge.

Während der gesamten Produktion - von der Färbung, über die Weberei bis zum Versand - wird alles von Qualitätsprüfern überwacht, da wir nicht immer persönlich vor Ort sein können.

Selbstverständlich werden unsere Tragetücher ohne Kinderarbeit hergestellt. Das soziale Umfeld (Schulen, Krankenhäuser etc.) an unserem Produktionsort ist gut ausgebaut. Daher unterstützt HOPPEDIZ® ein Schulprojekt für Straßenkinder in Bombay. Wir haben uns bewusst für dieses Projekt entschieden, da zwischen uns und einer der Lehrerinnen ein intensiver und persönlicher Kontakt besteht, der uns auch eine Kontrolle ermöglicht.

Für diese Schule arbeiten ehramtliche Lehrer, die zu festen Zeiten an bestimmten Orten in der Stadt sind. Sie unterrichten die Kinder, die keine Eltern haben oder deren Eltern arbeiten und kein Geld für die Schule haben. Viele dieser Kinder erhalten nach regelmäßigem Besuch der "Schule ohne Wände" einen Platz in der regulären Schule.

Von jedem verkauften HOPPEDIZ® Baby-Tragetuch fließt ein fester Betrag in das Projekt ein und 100 % des Geldes kommen direkt dort an, ohne dass "Nebenkosten" versickern.

Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis muss nicht zwangsläufig Qualitätseinbußen, ökologische Unachtsamkeit und soziale Ungerechtigkeit mit sich führen.